Die Eizellspende ist eine Art der extrakorporalen Befruchtung (IVF), bei der die Eizellen von jungen und gesunden Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter, die sich freiwillig für die Eizellspende angemeldet haben, in Behandlungszyklen anderer Patientinnen verwendet werden.

Die gewonnenen Spender-Oocyten werden durch ICSI-Methode mit dem Partner der Empfängerin oder mit Spendersamen befruchtet und am 3. oder 5. Tag im Uterus der Empfängerin zur Schwangerschaft übertragen.

In den meisten Fällen werden 2 Blastozysten übertragen, die erzeugten Embryonen von hoher Qualität werden anschließend eingefroren und in flüssigem Stickstoff zur Verwendung in nachfolgenden Behandlungszyklen der Empfängerin konserviert.

Diese Art der Behandlung wird bei verschiedenen medizinischen Indikationen verwendet und ist häufig die einzige Möglichkeit für die Empfängerin, das Kind bis zum Fälligkeitsdatum auszutragen und ein gesundes Baby zur Welt zu bringen.

Die Eizellspende wird empfohlen für:

  • Patientinnen älter als das Mutterschaftsalter.
  • junge Patientinnen mit vorzeitigem Ovarialversagen oder prämenopausaler Menopause.
  • Patientinnen, deren Eierstöcke operativ oder im Falle deren angeborenen Abwesenheit entfernt wurden (Turner-Syndrom und Keimdrüsendysgenesie).
  • Patientinnen mit genetischen Störungen, die entweder Unfruchtbarkeit verursachen oder an die Nachkommen weitergegeben werden.
  • Patientinnen, die sich einer onkologischen Behandlung unterzogen wurden.
  • Patientinnen mit unerklärter Unfruchtbarkeit, wiederkehrender Befruchtung oder erfolgloser Schwangerschaft.

Ablauf der Eizellspende:

Stufe 1: Antrag der Eizellspenderin und Screening

Wenn eine Frau die Kriterien für das Eizellspende-Programm erfüllt (ist im Alter von 18-32 Jahren, ist körperlich und geistig gesund, hat keine negativen phänotypischen Manifestationen, raucht nicht und hat keine anderen schädlichen Gewohnheiten, hat bereits ihr eigenes biologisches gesundes Kind), darf sie am Eizellspende-Programm teilnehmen.

Alle Spenderinnen, deren vitryfizierte Eizellen bei der First Egg Bank verfügbar sind, werden einer zweifacher Untersuchung und Screening unterzogen: Sie haben das primäre große Screening durchlaufen und direkt vor dem Programmbeginn in Übereinstimmung mit der EU-Richtlinie über Gewebe und Zellen 2004/23/EG, 2006/17/EG und 2006/86/EG auf folgende Erkrankungen untersucht:

  • HIV 1, 2 und 0
  • Hepatitis B
  • Hepatitis C
  • Syphilis
  • Gonorrhoe
  • Chlamydien

Stufe 2: Auswahl der Eizellspenderin

Die Spenderin wird generell online ausgewählt - die Empfängerin erhält einen Link zum Katalog der Eizellspenderinnen mit verfügbaren Spenderprofilen und informiert den Klinikkoordinator über die getroffene Auswahl. Danach werden die Fortpflanzungsärzte der Empfängerin das Protokoll zur Vorbereitung auf die Transplantation verschreiben und gleichzeitig wird die Stimulation der Spenderin geplant.

In Abwesenheit einer Spenderin kann manchmal der Behandlungszyklus um mehrere Monate verschoben werden. Um das Warten zu vermeiden, kann die Empfängerin den Behandlungszyklus mit vitrifizierten gespendeten Oozyten in Erwägung ziehen, die direkt verfügbar sind. Der Behandlungszyklus mit vitrifizierten Spende-Oozyten kann auch das Risiko oder die Unterbrechung des Spenderzyklus oder den Erhalt von Oozyten durch das leere Follikelsyndrom ausschließen.

Im Katalog der First Egg Bank für vitrifizierte Oozyten kann man die beliebtesten Oozyten buchen - Unser Koordinator setzt sich mit Ihnen in Verbindung, um Ihren Auftrag zu bestätigen. Wir helfen Ihnen auch gerne bei der Auswahl einer Spenderin auf Ihre Anfrage.

Stufe 3: Unterdrückung und Stimulation der Eizellspenderin

Die von der Empfängerin ausgewählte Eizellspenderin erhält eine Injektion von GnRH-Agonisten, um ihren natürlichen Zyklus zu unterdrücken. Während der Ovarialstimulationsstufe, die 12 bis 14 Tage dauert, erhält die Eizellspenderin täglich Injektionen von Medikamenten (Gonadotropine) zur Stimulation der Ovarien, um genügende Anzahl an reifen Eizellen für die Durchführung des Eizellspende-Zyklus zu erhalten. Während der Stimulationsstufe findet eine sorgfältige Überwachung der Spenderin statt, um sicherzustellen, dass die Ovarien korrekt reagieren - die Spenderin wird einer Ultraschalluntersuchung unterzogen, und ihr wird das Blut entnommen, um den Gehalt an Estradiol im Blutserum zu bestimmen.

Stufe 4: Vorbereitung der Empfängerin auf die Embryotransferverfahren

Während die Spenderin stimuliert wird, nimmt die Patientin Medikamente (Östrogene und Progesteron) ein, um den Uterus vorzubereiten und das Fenster für die Implantation am Tag des Embryotransfers zu schaffen. Die minimale Dicke des Endometriums beträgt 7 mm, die optimale ist 9 mm.

Stufe 5: Stimulation der Ovulation und Entnahme von Spenderoocyten

Wenn Ovarialfollikel einen Durchmesser von 18-20 mm erreichen, was von Ultraschallbildern bestätigt wird, verschreibt der Arzt ein Medikament (hCG-Choriongonadotropin), das der Eisprung der Spenderin auslöst, und es wird der Tag für die Oozytenentnahme vereinbart. Zwei Tage nach der Stimulation des Eisprungs werden der Spenderin Eizellen entnommen. Die Prozedur wird unter intravenöser Sedation und im Schlaf durchgeführt, wobei die Eizellen der Spenderin unter Ultraschallkontrolle transvaginal mit der Aspirationsnadel in spezielle Röhrchen entnommen werden, die sofort den Embryologen übergeben werden.

Stufe 6: Befruchtung von Oozyten und Embryotransfer

Entnommene reife Spendereizellen werden mit Sperma des Partners oder Spenders befruchtet. Zur Befruchtung können sowohl eingefrorene als auch frische Spermienproben verwendet werden. Die befruchteten Eizellen werden täglich klassifiziert und 3 bis 5 Tage kultiviert.

Die Übertragung von Embryonen ist eine völlig schmerzlose und kurze Prozedur.

Stufe 7: Weitere Schritte

Nach der Entnahme der Eizelle muss sich die Spenderin in der Klinik wieder vorstellen, um untersucht zu werden.

Der Empfängerin wird 14 Tage nach der Übertragung die Blutprobe auf Schwangerschaft entnommen. Im Falle eines positiven Ergebnisses des hCG-Tests wird der Empfängerin ein Protokoll für die unterstützende Behandlung, d. h. eine Liste von Medikamenten verschrieben, die sie bis zur 12. Schwangerschaftswoche einnehmen muss.

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